Schnarchbehandlung ohne Operation

Zur konservativen Behandlung des Schnarchens bzw. des obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) gibt es gemäß aktueller Leitlinien eine ganze Reihe dem jeweiligen Schweregrad angepasster Therapien. Beim Schlafapnoe-Syndrom ist in der Regel die nach einer weiteren Untersuchung (Polysomnographie) im Schlaflabor angepasste nächtliche Atemmaske notwendig.

Bei leichterem OSAS oder beim Schnarchen können auch andere Behandlungen eingesetzt werden. So wird zum Beispiel das ausschließliche Auftreten der Symptome in Rückenlage ausgenutzt für ein Seitenlagetraining mit entsprechenden Westen.

Weiter kann eine den Unterkiefer und damit den Zungengrund nach vorne ziehende Schiene den Atemweg im Rachen offen halten (Schnarchschiene, Unterkieferprotrusionsschiene). Diese kann vom HNO-Arzt oder in der Regel vom Zahnarzt angepasst werden. Der Kieferorthopäde bzw. Kieferchirurg prüft Möglichkeiten in seinem Fachgebiet.

Darüber hinaus kommen Tuben bzw. Stents zur Anwendung welche, über die Nase eingeführt, den Atemweg im Rachen offen halten. Hier gibt es seit April 2018 den extrem komfortablen Nasen-Stent nastent™ auch in Deutschland. Das in Japan hergestellte hygienische Einmal-Medizinprodukt wird über die Nase bis zum Rachen eingeführt und hält während des Schlafes die ansonsten verengten Luftwege offen. Erste Studien zeigen, dass der nastent™ eine wirkungsvolle Alternative bei allen sein kann, welche keine nächtliche Atemmaske benutzen können oder wollen und ebenso keine Schnarcherschiene oder operativen Eingriff zulassen.