Schnarchoperationen

Operative Eingriffe beim primären Schnarchen

Ist ein Schlafapnoe-Syndrom ausgeschlossen, kommen verschiedene konservative und apparative Therapieverfahren, aber auch operative Eingriffe in Frage. Ziel einer solchen Operation ist es, das Schnarchen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Die gängigsten Verfahren sind flankierende Eingriffe an der inneren und äußeren Nase (Nasenmuschelverkleinerung, Nasenscheidewandoperation, funktionelle Septorhinoplastik), Operationen an den Mandelorganen (Tonsillektomie, Tonsillotomie) die in der Regel mit Eingriffen am Weichgaumen kombiniert werden (UPPP, Radiofrequenzchirurgie, Coblation).

Radiofrequenzchirurgie

Schnarchen ist ein Problem: Nicht nur akustisch, sondern auch oftmals medizinisch. Denn im Fall eines so genannten Schlafapnoe-Syndroms kann es bei Betroffenen zu gefährlichen Atemaussetzern kommen. Aufgrund anhaltender Vibrationen kann das Gaumengewebe erschlaffen und zu Schnarchgeräuschen sowie zu einem Kollaps in diesem Bereich führen. Wenn weitere Engstellen im Rachen auftreten kann es in manchen Fällen dazu kommen dass die Atemluft die Atemwege nicht mehr passieren kann. Die Folge: Es entstehen längere Atempausen, die sich zu krankmachenden und langfristig auch zu lebensbedrohlichen Atemstillständen ausdehnen können. Besonders anfällig für eine Schlafapnoe sind übergewichtige Männer im fortgeschrittenen Alter sowie Frauen nach der Menopause.

Patienten mit Ronchopathie können bei Bedarf operativ mit Hilfe eines neuartigen Radiofrequenzgenerators, der ins Nasenmuschelgewebe oder ins Weichgaumengewebe eingeführt wird: Das Resultat sind eine Straffung des Gewebes und eine Erweiterung der Atemwege. Dadurch können Schnarchgeräusche vermindert werden. Dabei richtet sich die Leistung des Generators nach dem Zustand des Gewebes des Patienten. Dank der permanenten Überwachung passt der Generator die abgegebene Energie stets optimal an. Die Belastung für den Patienten reduziert sich dadurch auf ein Minimum. Außerdem erfolgt die Energiezufuhr nur schubweise, um das Gewebe zusätzlich zu entlasten. Die Heilung wird beschleunigt.

Der Haupteffekt bei der Weichgaumenbehandlung tritt nach drei Monaten ein. Bei den Nasenmuscheln sind schon nach zwei bis vier Wochen symptomatische Verbesserungen erkennbar. Als präventive Maßnahme oder alleinige Therapie gegen eine Schlafapnoe soll der operative Eingriff per Radiofrequenzgenerator jedoch nicht verstanden werden. Hier gibt es eine Reihe weiterer Behandlungsstrategien. Die beste Vorbeugung in diesem Fall sind immer noch eine Gewichtsreduktion und ein eingeschränkter Alkoholkonsum.

Weitere Anwendungen für schonende Chirurgie mit dem Radiofrequenzgenerator im HNO Bereich sind Eingriffe zur Verkleinerung der Gaumentonsillen bei Schnarchen, Eingriffe am Zungengrund bei Schnarchen, Nasenmuschelverkleinerungen, Operationen an den Schleimhäuten der oberen Atem- und Speisewege sowie an der Gesichtshaut bei Tumoren und Alterserveränderungen der Haut. Insbesondere eignet sich der Radiofrequenzgenerator zur schonenden Verkleinerung der Gaumentonsillen bei Kindern.